Bildeditorial 2026: Interview mit Nina Achermann und Jon Trachsel
Das Bildeditorial für die Kulturpublizistik 2026 wurde von Nina Achermann und Jon Trachsel, Student*innen im BA Major Cast/Audiovisual Media produziert. Im Interview geben sie Einblick in den Prozess, Bilder für ein Studium zu finden, das vor allem mit Sprache arbeitet.
Auf den Fotos: Lorena Müllerin und Leonard Haverkamp, Kulturpublizistik-Abgänger*innen, und Olivier Conrad, aktueller Kulturpublizistik-Student.
SMILLA: Im Zentrum des Major Kulturpublizistik stehen die Felder schreiben – veröffentlichen – vermitteln. Wie habt ihr das in eine Bildsprache übersetzt?
JON UND NINA: Die Praktiken des Studiengangs in reale und gleichzeitig ästhetische Settings zu übersetzen, war nicht ganz einfach. Deshalb haben wir nach Orten gesucht, die die drei zentralen Felder auf unterschiedliche Weise verkörpern und gleichzeitig unserem visuellen Anspruch entsprechen.
SMILLA: Welche sind das?
JON UND NINA: Erstens: Der Zürcher Letten. Die Flusslandschaft sollte das Schreiben repräsentieren – als etwas Sinnliches und Beobachtendes, zugleich aber auch visuell schlicht, prägnant, modern und einprägsam. Zweitens: Ein Café in der Nähe des Locherguts. Dort wollten wir den dokumentarischen und kollaborativen Aspekt des Studiums einfangen: den Austausch, die Zusammenarbeit und das Vermitteln, was Kulturpublizist:innen in ihrer Praxis auszeichnet.
SMILLA: Und drittens?
JON UND NINA: Das Studio. Hier standen der kreative Prozess, Werkzeuge und das Veröffentlichen im Mittelpunkt. Das Studio bot uns die Möglichkeit, diese Aspekte in einem bewusst gestalteten und leicht überhöhten Kontext zu inszenieren.
SMILLA: Wie lief eure Zusammenarbeit mit Leonard, Lorena und Olivier?
JON UND NINA: Ihr Verständnis für die eigene Praxis hat uns während des Shootings enorm geholfen. Wir wussten vor dem Editorial ehrlich gesagt wenig über den Studiengang Kulturpublizistik und so war es spannend, Einblicke in eine andere Denk- und Arbeitsweise zu erhalten und Gemeinsamkeiten zwischen den Studiengängen zu entdecken. Kulturpublizist:innen haben wir als offene, reflektierte und vielseitig interessierte Menschen kennengelernt – neugierig, engagiert und mit einem feinen Gespür für ihre Themen.
Auf den Fotos: Lorena Müllerin, Leonard Haverkamp und Olivier Conrad.
Interview: Smilla Diener
Spezialausgabe
Das Bild-editorial 2026
Smilla Diener (*2000) hat einen BA in Industrial Design und steckt nun im Master Kulturpublizistik. Dingkultur und Sprache sind die Räume, in denen Smilla für ein lebenswertes Heute und Morgen entwirft.